Ihr erster Termin

Achten Sie darauf, bei Ihrem ersten Besprechungstermin KEINE Kontaktlinsen zu tragen, da sich durch die Linsen die Oberfläche des Auges vorübergehend verformt und es somit nicht richtig gemessen werden könnte. Weiche Kontaktlinsen sollten mindestens 24 Stunden und gasdurchlässige oder harte Kontaktlinsen mindestens eine Woche vor dem Termin herausgenommen werden.

Bei diesem ersten Termin wird unter anderem darüber gesprochen, welche Gründe hinter Ihrer Entscheidung für eine Laserbehandlung stecken und welche Erwartungen Sie daran richten. Patienten mit leichtem oder moderatem Brechungsfehler können in der Regel von sehr guten Ergebnisse ausgehen, während Patienten mit starker Seheinschränkung eventuell auch nach dem Eingriff noch manchmal eine Brille benötigen.

Darüber hinaus werden Sie gefragt, in welchem Gesundheitszustand Sie sich generell befinden und, ob Sie aktuell oder in der Vergangenheit Probleme mit Ihren Augen hatten, wie z.B. Infektionen oder Verletzungen.

Anschließend werden einige Tests und Messungen durchgeführt:

  • Dabei wird Ihre Sehkraft ohne Brille oder Kontaktlinsen, das Zusammenspiel Ihrer Augen (das binokulare Sehen) sowie die Verschreibung Ihrer Brille überprüft.
  • Patienten, die unter Weitsichtigkeit leiden, durchlaufen in der Regel einen zusätzlichen Test, in dem überprüft wird, ob eventuell versteckte Brechungsfehler vorliegen. Zur Entspannung der Augenmuskulatur, die der Scharfeinstellung dient, werden Augentropfen verabreicht. Die Tropfen verursachen keine Schmerzen, können aber kurzzeitig ein brennendes Gefühl hervorrufen und außerdem in den folgenden 24 Stunden zu einer verschwommenen Sicht führen. Sie dürfen deshalb im Anschluss an den Termin nicht Auto fahren.
  • Von der Oberfläche des Auges (der Kornea) wird ein computergestütztes Bild aufgenommen und es werden Ultraschallmessungen durchgeführt, um dessen Form und Dicke zu überprüfen. Wenn Ihre Kornea zu dünn ist, eignet sich die LASIK eventuell nicht als Operationsform für Sie.
  • Im Rahmen von Tests wird untersucht, ob Sie unter Augenkrankheiten, wie Katarakt oder Glaukom leiden. Dabei wird mittels eines speziellen Mikroskops auch die Augenstruktur überprüft, indem der Augendruck gemessen und die Retina, die innere Augenhaut, untersucht wird. Für diese Tests muss das Auge eventuell mit Hilfe von Augentropfen erweitert werden, was eine vorübergehende, verschwommene Sicht zur Folge hat.
  • Darüber hinaus wird die Pupillengröße bei schwachen Lichtverhältnissen untersucht, da Menschen mit sehr großen Pupillen weitreichendere Therapiemaßnahmen benötigen könnten, um das Risiko von Nebenwirkungen bei der Nachtsicht, wie Lichthöfe, Blendung oder Geisterbilder, zu minimieren.

Basierend auf den Ergebnissen dieser Untersuchungen könnte Ihr Augenarzt neue Techniken zur Erweiterung Ihrer LASIK-Operation vorschlagen:

  • Eventuell wird die Augenstruktur mittels einer Wellenfront-Analyse auf natürliche Unregelmäßigkeiten hin untersucht. Dank dieser Untersuchungen kann die Laserbehandlung auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten und Ihre LASIK-Operation optimiert werden.
  • Da sich bei manchen Menschen die Augen bewegen, wenn sie sich hinlegen, wird die so genannte Iriserkennungs-Technik (vergleichbar mit dem aus Sicherheitsgründen vorgenommenen Einscannen der Regenbogenhaut) empfohlen. Dabei werden Punkte auf der Iris gelesen und die Laser-Behandlung dahingehend abgestimmt, um die Bewegung des Auges auszugleichen.

Ein Augenoptiker kann zwar einige oder auch alle dieser ersten Untersuchungen durchführen, es ist jedoch wichtig, dass der operierende Arzt Ihre Augen persönlich untersucht, die verschiedenen für Sie möglichen Operations-Optionen mit Ihnen bespricht und die Risiken und Vorteile jedes Verfahrens erklärt. Zu weiteren möglichen